Ausbreitungsmodelle

Ausbreitungsmodelle veranschaulichen das Potential von Datenanalysen und dem DEXHELPP Populationsmodell GEPOC

Insbesondere zum Testen von Interventionsszenarien ist die Analyse von Infektionskrankheiten ein wichtiger Forschungsbereich in DEXHELPP. Bevor unterschiedliche Impfszenarien oder Verbesserungen in der Versorgungsinfrastruktur untersucht werden können, muss zunächst der Prozess der Infektionsausbreitung verstanden werden.

Das Video veranschaulicht den möglichen Verlauf einer fiktionalen, synthetischen Infektionskrankheit in Österreich wie er aus einer stark vereinfachten Computersimulation resultiert. Grün markierte Personen sind suszeptibel gegenüber dem Erreger und können bei Kontakt mit infektiösen Personen angesteckt werden. Rot markierte Personen sind infiziert und hoch ansteckend. Blau markierte Personen haben die Krankheit bereits überwunden und sind immun gegen den Erreger.

Obwohl das Simulationsmodell wichtige Faktoren vernachlässigt (z.B. Latenzzeit, natürliche Immunität, Altersabhängigkeit der Übertragung/Genesung oder die Gruppierung von Personen an Arbeitsplätzen oder Schulen) zeigt sich ein plausibler Verlauf einer aerogen übertragenen Infektionskrankheit. Vor allem das schnelle Ausbrechen der Krankheit in Ballungzentren und der Einfluss der Alpen sind gut sichtbar. DEXHELPP ermöglicht dadurch die Verknüpfung soclher Simulationsmodelle mit unterschiedlichen Daten zu Versorgungsnetzen oder Grunderkrankungen.

K-Projekt DEXHELPP

Decision Support for Health Policy and Planning: Methods, Models and Technologies based on Existing Health Care Data

Entwicklung und Umsetzung von Methoden zur Entscheidungsunterstützung im österreichischen Gesundheitssystem

Ziel von DEXHELPP ist die Entwicklung neuer Methoden, Modelle und Technologien um die Analyse, die Planung und die Steuerung von Gesundheitssystemen zu unterstützen. Solche Technologien zu entwickeln ist aktuell von höchster Priorität, um den Widerspruch zunehmend beschränkter Ressourcen bei der Finanzierung des Gesundheitssystems einerseits und der Entwicklung neuer, oft teurer medizinischer Therapien und Technologien andererseits zu lösen. In Österreich werden ab 2014 im Rahmen der gesetzlich neu geregelten „Zielsteuerung“ neue Fragestellungen bzw. Planungsstrategien durch die Entscheidungsträger bearbeitet und beantwortet werden müssen.

DEXHELPP nutzt bestehende und neue Datenquellen (und deren Erweiterung bzw. Zusammenführung) und entwickelt unterschiedliche Modelle und Strategien um

(1) Analysen des Status Quo durchzuführen,

(2) Prognosen der zukünftigen Entwicklung zu berechnen sowie

(3) basierend auf unterschiedlichen Annahmen zu Entwicklungen oder Interventionen zukünftige Szenarien zu vergleichen.

Interventionen können in diesem Fall Eingriffe bzw. Änderungen im Bereich der Behandlung von Patientinnen und Patienten oder in Organisation oder Struktur des Gesundheitssystems sein.

Das K-Projekt DEXHELPP wird im Rahmen von COMET – Competence Centers for Excellent Technologies – durch BMVIT, BMWFW und die Gemeinde Wien gefördert. Das Programm COMET wird durch die FFG abgewickelt.